{"id":4105,"date":"2025-11-15T19:24:15","date_gmt":"2025-11-15T18:24:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ra-grotha.de\/wordpress\/?p=4105"},"modified":"2025-11-15T19:34:37","modified_gmt":"2025-11-15T18:34:37","slug":"hoergeraete-ueber-festbetrag-ihr-anspruch-nach-neuem-bsg-urteil-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ra-grotha.de\/wordpress\/4105\/hoergeraete-ueber-festbetrag-ihr-anspruch-nach-neuem-bsg-urteil-2025\/","title":{"rendered":"H\u00f6rger\u00e4te \u00fcber Festbetrag: Ihr Anspruch nach neuem BSG-Urteil 2025"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Krankenkasse muss bessere H\u00f6rger\u00e4te zahlen \u2013 auch bei nur 5% Verbesserung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Haben Sie schon einmal den Satz geh\u00f6rt: &#8222;Die 5 Prozent Verbesserung reichen nicht aus, das zahlt die Krankenkasse nicht&#8220;? Damit ist jetzt Schluss! Das Bundessozialgericht hat im Juni 2025 eine wegweisende Entscheidung getroffen, die vielen Menschen mit H\u00f6rminderung neue Hoffnung gibt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die gute Nachricht vorweg:<\/strong> Ihre Krankenkasse muss Ihnen auch ein teureres H\u00f6rger\u00e4t \u00fcber dem Festbetrag bezahlen, wenn Sie damit \u2013 selbst nur um 5 Prozentpunkte \u2013 besser h\u00f6ren und Sie dies in Ihrem Alltag sp\u00fcren. Es gibt keine Mindestgrenze mehr. Und: Ihr pers\u00f6nliches Empfinden, wie gut Sie mit dem H\u00f6rger\u00e4t im Alltag zurechtkommen, ist nicht nur wichtig \u2013 es ist sogar unverzichtbar f\u00fcr die Beurteilung Ihres Anspruchs.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Fachanwalt f\u00fcr Sozialrecht erkl\u00e4re ich Ihnen in diesem Beitrag, was dieses Urteil konkret f\u00fcr Sie bedeutet und wie Sie Schritt f\u00fcr Schritt zu Ihrem besseren H\u00f6rger\u00e4t kommen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was hat das Bundessozialgericht entschieden?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Am 12. Juni 2025 hat das Bundessozialgericht (Az. B 3 KR 13\/23 R) eine Entscheidung getroffen, die die Versorgung mit H\u00f6rger\u00e4ten grundlegend verbessert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die zwei wichtigsten Leits\u00e4tze im Klartext:<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Erstens:<\/strong> Jede messbare Verbesserung Ihres H\u00f6rverm\u00f6gens z\u00e4hlt \u2013 auch wenn es nur 5 Prozentpunkte oder sogar weniger sind. Die fr\u00fcher oft geforderten 10 Prozentpunkte als Mindestgrenze gibt es nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zweitens:<\/strong> Ihre pers\u00f6nliche Einsch\u00e4tzung, wie gut Sie mit dem H\u00f6rger\u00e4t in Ihrem Alltag zurechtkommen, ist nicht etwa &#8222;nur subjektiv&#8220; oder &#8222;nicht \u00fcberpr\u00fcfbar&#8220;, sondern ein wichtiger Teil der Beurteilung. Wenn Sie mit einem teureren H\u00f6rger\u00e4t im Alltag deutlich besser h\u00f6ren, hat die Krankenkasse dies zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Fall aus der Praxis: Wie eine 65-J\u00e4hrige ihr Recht durchsetzte<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Kl\u00e4gerin, eine damals 65-j\u00e4hrige Frau mit beidseitiger Innenohrschwerh\u00f6rigkeit, testete beim H\u00f6rger\u00e4teakustiker verschiedene Ger\u00e4te. Nur mit dem von ihr gew\u00fcnschten \u00dcberfestbetragsh\u00f6rger\u00e4t der Marke Widex Beyond 440 erreichte sie ein f\u00fcr sie ausreichendes H\u00f6rverm\u00f6gen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Krankenkasse lehnte ab: Die Testberichte zeigten nur eine Verbesserung um 5 Prozentpunkte im Freiburger Einsilbertest. Das sei zu wenig, eine Versorgung \u00fcber den Festbetrag hinaus werde nicht bewilligt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frau kaufte die H\u00f6rger\u00e4te selbst und klagte auf Kostenerstattung. Sowohl das Sozialgericht als auch das Landessozialgericht wiesen ihre Klage ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch das Bundessozialgericht gab ihr recht: Sie hat Anspruch auf Erstattung der Kosten, die \u00fcber den Festbetrag hinausgehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Warum ist gutes H\u00f6ren so wichtig?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Bevor wir zu den rechtlichen Details kommen, m\u00f6chte ich kurz innehalten: H\u00f6ren ist nicht einfach nur ein Sinneseindruck. <strong>H\u00f6ren bedeutet Teilhabe am Leben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Sie Ihre Enkelkinder beim Spielen nicht verstehen, wenn Sie im Restaurant dem Gespr\u00e4ch nicht folgen k\u00f6nnen, wenn Sie sich aus Angst, etwas Falsches zu sagen, aus Unterhaltungen zur\u00fcckziehen \u2013 dann leidet Ihre Lebensqualit\u00e4t erheblich.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bundessozialgericht hat genau das erkannt: Sprachverstehen ist ein essentieller Bestandteil f\u00fcr die gesamte Kommunikation in unserer Gesellschaft. Ein besseres Sprachverstehen im Alltagsleben ist das Kernanliegen der H\u00f6rger\u00e4teversorgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bedeutung dieses Versorgungsziels l\u00e4sst keinen Raum daf\u00fcr, eine gemessene Verbesserung von vornherein als unwichtig abzutun.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Welche rechtlichen Anspr\u00fcche haben Sie?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die gesetzliche Grundlage<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ihr Anspruch auf Versorgung mit H\u00f6rger\u00e4ten ergibt sich aus \u00a7 33 Absatz 1 SGB V. Danach haben Sie als Versicherter Anspruch auf Versorgung mit H\u00f6rhilfen, die im Einzelfall erforderlich sind, um Ihre Behinderung auszugleichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Krankenkasse schuldet Ihnen dabei nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung des Bundessozialgerichts die nach dem Stand der Medizintechnik bestm\u00f6gliche Angleichung an das H\u00f6rverm\u00f6gen gesunder Menschen, soweit dies einen erheblichen Gebrauchsvorteil im Alltagsleben bietet.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben dem Anspruch auf bestm\u00f6gliche Versorgung m\u00fcssen H\u00f6rger\u00e4te auch dem Wirtschaftlichkeitsgebot gem\u00e4\u00df \u00a7 12 SGB V entsprechen. Das bedeutet, dass die Krankenkasse Leistungen nur dann bewilligt, wenn sie ausreichend, zweckm\u00e4\u00dfig und wirtschaftlich sind und das Ma\u00df des Notwendigen nicht \u00fcberschreiten. Dieses Prinzip bildet den gesetzlichen Rahmen, innerhalb dessen auch der Anspruch auf ein H\u00f6rger\u00e4t \u00fcber dem Festbetrag gepr\u00fcft wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was bedeutet &#8222;Festbetrag&#8220; \u00fcberhaupt?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr H\u00f6rger\u00e4te sind sogenannte Festbetr\u00e4ge festgesetzt. Das ist der Betrag, den die Krankenkasse normalerweise zahlt. Im Jahr 2025 liegt dieser bei etwa (ab) 700 Euro pro Ohr, je nach den Umst\u00e4nden des Einzelfalls.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele moderne H\u00f6rger\u00e4te kosten jedoch deutlich mehr. Die Differenz zwischen Festbetrag und tats\u00e4chlichem Preis mussten Versicherte bisher oft selbst zahlen \u2013 selbst wenn sie das teurere Ger\u00e4t medizinisch ben\u00f6tigten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wann zahlt die Krankenkasse \u00fcber den Festbetrag hinaus?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Das Bundessozialgericht hat nun klargestellt: Die Krankenkasse muss \u00fcber den Festbetrag hinaus zahlen, wenn das teurere H\u00f6rger\u00e4t einen <strong>erheblichen Gebrauchsvorteil im Alltagsleben<\/strong> bietet.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Gebrauchsvorteil ergibt sich aus zwei Komponenten:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Objektive Messung:<\/strong> Eine Verbesserung im Freiburger Einsilbertest \u2013 und zwar unabh\u00e4ngig davon, wie gro\u00df diese Verbesserung ist.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Subjektives Empfinden:<\/strong> Ihre pers\u00f6nliche Wahrnehmung, dass Sie mit dem teureren H\u00f6rger\u00e4t im Alltag besser zurechtkommen.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><strong>Wichtig:<\/strong> Nur eine dieser beiden Komponenten reicht nicht aus. Erst die Kombination aus messbarer Verbesserung UND besserem Alltagserleben begr\u00fcndet den Anspruch.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was ist der Freiburger Einsilbertest?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der Freiburger Einsilbertest ist ein standardisiertes Testverfahren, mit dem gepr\u00fcft wird, wie gut Sie Sprache verstehen. Ihnen werden dabei einsilbige W\u00f6rter vorgesprochen, die Sie nachsprechen sollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Test wird sowohl ohne St\u00f6rger\u00e4usche (im sogenannten Nutzschall) als auch mit St\u00f6rger\u00e4uschen im Hintergrund durchgef\u00fchrt. So l\u00e4sst sich messen, wie viel Prozent der W\u00f6rter Sie verstehen \u2013 und wie gro\u00df der Unterschied zwischen verschiedenen H\u00f6rger\u00e4ten ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Beispiel:<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ohne H\u00f6rger\u00e4t verstehen Sie 30% der W\u00f6rter. Mit Festbetragsh\u00f6rger\u00e4t verstehen Sie 65% der W\u00f6rter. Mit \u00dcberfestbetragsh\u00f6rger\u00e4t verstehen Sie 70% der W\u00f6rter.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fr\u00fcher<\/strong> h\u00e4tten viele Krankenkassen gesagt: &#8222;Die 5 Prozentpunkte Unterschied sind zu wenig, das zahlen wir nicht.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heute<\/strong> sagt das Bundessozialgericht: Diese 5 Prozentpunkte sind rechtlich beachtlich. Wenn Sie zus\u00e4tzlich glaubhaft schildern k\u00f6nnen, dass Sie im Alltag mit dem teureren Ger\u00e4t deutlich besser zurechtkommen, haben Sie Anspruch auf Kosten\u00fcbernahme.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Warum z\u00e4hlt Ihr pers\u00f6nliches Empfinden?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Das Bundessozialgericht hat etwas Wichtiges erkannt: Der Freiburger Einsilbertest wird unter Laborbedingungen durchgef\u00fchrt. In der ruhigen Praxis, mit optimaler Lautst\u00e4rke, ohne Ablenkung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ihr Alltag sieht anders aus:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Im Supermarkt l\u00e4uft Musik, Einkaufswagen rattern, Kinder schreien<\/li>\n\n\n\n<li>Im Restaurant reden viele Menschen durcheinander<\/li>\n\n\n\n<li>Im Stra\u00dfenverkehr m\u00fcssen Sie Gefahren akustisch wahrnehmen<\/li>\n\n\n\n<li>Am Telefon gibt es oft \u00dcbertragungsprobleme<\/li>\n\n\n\n<li>In Gruppen sprechen mehrere Personen gleichzeitig<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Ob ein H\u00f6rger\u00e4t einen erheblichen Gebrauchsvorteil bietet, l\u00e4sst sich daher nicht allein unter Testbedingungen beurteilen. Es kommt entscheidend darauf an, wie gut Sie damit in Ihrem konkreten Alltag zurechtkommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Krankenkassen k\u00f6nnen sich nicht mehr darauf berufen, dass Ihre pers\u00f6nlichen Angaben &#8222;nicht \u00fcberpr\u00fcfbar&#8220; seien. Das Bundessozialgericht stellt klar: Ihre subjektiven Wahrnehmungen sind unverzichtbar f\u00fcr die Beurteilung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie dokumentieren Sie Ihr pers\u00f6nliches H\u00f6rempfinden richtig?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Damit Ihr pers\u00f6nliches Empfinden rechtlich Gewicht bekommt, sollten Sie es strukturiert dokumentieren. Das Bundessozialgericht nennt drei M\u00f6glichkeiten:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>1. APHAB-Fragebogen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Der APHAB-Fragebogen (Abbreviated Profile of Hearing Aid Benefit) ist ein standardisierter Fragebogen, mit dem Sie Ihr H\u00f6rempfinden in verschiedenen Alltagssituationen bewerten. Fragen Sie Ihren H\u00f6rger\u00e4teakustiker oder HNO-Arzt danach.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>2. Strukturiertes H\u00f6rtagebuch<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fchren Sie \u00fcber einige Wochen ein Tagebuch, in dem Sie dokumentieren, wie gut Sie mit den verschiedenen getesteten H\u00f6rger\u00e4ten in konkreten Alltagssituationen zurechtkommen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Beispiel f\u00fcr Eintr\u00e4ge:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>&#8222;Montag, 14.05.: Einkauf bei Rewe mit Festbetragsh\u00f6rger\u00e4t. Konnte die Kassiererin kaum verstehen, musste zweimal nachfragen. Sehr anstrengend.&#8220;<\/li>\n\n\n\n<li>&#8222;Dienstag, 15.05.: Einkauf bei Edeka mit \u00dcberfestbetragsh\u00f6rger\u00e4t. Konnte die Kassiererin gut verstehen, Gespr\u00e4ch fl\u00fcssig. F\u00fchle mich viel sicherer.&#8220;<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>3. Konkrete Alltagsschilderungen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Beschreiben Sie Ihrem HNO-Arzt oder H\u00f6rger\u00e4teakustiker konkret, in welchen Situationen Sie mit welchem Ger\u00e4t wie gut zurechtkommen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Beim Einkaufen<\/li>\n\n\n\n<li>In Gespr\u00e4chen mit der Familie<\/li>\n\n\n\n<li>Am Telefon<\/li>\n\n\n\n<li>Beim Fernsehen<\/li>\n\n\n\n<li>Im Restaurant<\/li>\n\n\n\n<li>Im Stra\u00dfenverkehr<\/li>\n\n\n\n<li>Bei Arztgespr\u00e4chen<\/li>\n\n\n\n<li>In gr\u00f6\u00dferen Gruppen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Warum sind moderne Funktionen keine &#8222;Spielerei&#8220;?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Viele moderne H\u00f6rger\u00e4te haben Funktionen wie Bluetooth-Verbindung zum Smartphone, Apps zur Steuerung, automatische Situationserkennung oder spezielle Mikrofonsysteme.<\/p>\n\n\n\n<p>Krankenkassen haben solche Funktionen fr\u00fcher oft als &#8222;Komfort&#8220; oder &#8222;Luxus&#8220; abgelehnt, f\u00fcr den sie nicht zahlen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bundessozialgericht stellt nun klar: Innovative Komfortmerkmale sind leistungsrechtlich relevant, wenn sie die Funktionalit\u00e4t im Alltag verbessern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Beispiele:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Bluetooth-Verbindung zum Telefon:<\/strong> Erm\u00f6glicht Telefonieren, ohne dass Sie das Telefon ans Ohr halten m\u00fcssen. Gerade bei beidseitiger Versorgung ein enormer Vorteil.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Richtungsmikrofone:<\/strong> Helfen, Sprache aus einer bestimmten Richtung zu verstehen und St\u00f6rger\u00e4usche auszublenden.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Automatische Situationserkennung:<\/strong> Das H\u00f6rger\u00e4t erkennt, ob Sie gerade in einem Restaurant, auf der Stra\u00dfe oder zu Hause sind, und passt sich automatisch an.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Das Bundessozialgericht betont: Menschen mit H\u00f6rminderung sind nicht vom allgemeinen Fortschritt der Digitalisierung und Technisierung ausgeschlossen. Auch sie haben Anspruch darauf, am technischen Fortschritt teilzuhaben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Schritt f\u00fcr Schritt zu Ihrem besseren H\u00f6rger\u00e4t<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Schritt 1: Ausf\u00fchrliche Testung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Vereinbaren Sie einen Termin bei einem H\u00f6rger\u00e4teakustiker. Lassen Sie verschiedene H\u00f6rger\u00e4te testen \u2013 sowohl Festbetragsh\u00f6rger\u00e4te als auch teurere Modelle.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Akustiker sollte den Freiburger Einsilbertest mit allen Ger\u00e4ten durchf\u00fchren und die Ergebnisse schriftlich dokumentieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Schritt 2: Alltagstest<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Testen Sie die H\u00f6rger\u00e4te \u00fcber mehrere Wochen im Alltag. Die meisten Akustiker bieten eine Probephase an.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fchren Sie in dieser Zeit Ihr H\u00f6rtagebuch und f\u00fcllen Sie den APHAB-Fragebogen aus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Schritt 3: HNO-\u00e4rztliche Stellungnahme<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Lassen Sie sich von Ihrem HNO-Arzt eine ausf\u00fchrliche Stellungnahme ausstellen, die sowohl die Testergebnisse als auch Ihre Alltagsschilderungen enth\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Schritt 4: Antrag bei der Krankenkasse<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Stellen Sie einen schriftlichen Antrag bei Ihrer Krankenkasse auf Versorgung mit dem \u00dcberfestbetragsh\u00f6rger\u00e4t. F\u00fcgen Sie bei:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Testergebnisse des Freiburger Einsilbertests<\/li>\n\n\n\n<li>Den ausgef\u00fcllten APHAB-Fragebogen oder Ihr H\u00f6rtagebuch<\/li>\n\n\n\n<li>Die HNO-\u00e4rztliche Stellungnahme<\/li>\n\n\n\n<li>Ihre eigenen ausf\u00fchrlichen Schilderungen zu den verschiedenen Alltagssituationen<\/li>\n\n\n\n<li>Einen Hinweis auf das BSG-Urteil vom 12.06.2025 (Az. B 3 KR 13\/23 R)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Tipp:<\/strong> Lassen Sie sich den Antrag schriftlich best\u00e4tigen und setzen Sie eine Frist zur Entscheidung (in der Regel 3 Wochen ab Antragseingang).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Schritt 5: Bei Ablehnung Widerspruch einlegen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn die Krankenkasse Ihren Antrag ablehnt, legen Sie innerhalb eines Monats schriftlich Widerspruch ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Begr\u00fcnden Sie den Widerspruch ausf\u00fchrlich und verweisen Sie auf das aktuelle Urteil des Bundessozialgerichts.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wichtig:<\/strong> Holen Sie sich sp\u00e4testens jetzt anwaltliche Unterst\u00fctzung. Als <a href=\"http:\/\/www.ra-grotha.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Fachanwalt f\u00fcr Sozialrecht<\/a> kann ich Ihre Erfolgsaussichten realistisch einsch\u00e4tzen und Sie im Widerspruchsverfahren vertreten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Schritt 6: Selbstbeschaffung und Klage<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn auch der Widerspruchsbescheid negativ ausf\u00e4llt, haben Sie zwei M\u00f6glichkeiten:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Option A:<\/strong> Sie warten das Klageverfahren ab, bevor Sie das H\u00f6rger\u00e4t kaufen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Option B:<\/strong> Sie beschaffen das H\u00f6rger\u00e4t selbst und klagen auf Kostenerstattung.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem aktuellen Urteil haben Sie sehr gute Aussichten auf Erfolg. Die Kl\u00e4gerin im entschiedenen Fall bekam die gesamten Mehrkosten (\u00fcber 4.000 Euro) plus Zinsen erstattet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was bedeutet das Urteil f\u00fcr die Praxis?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Das Urteil des Bundessozialgerichts ist ein Paradigmenwechsel. Es st\u00e4rkt die Rechte von Menschen mit H\u00f6rminderung erheblich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Konkret bedeutet das f\u00fcr Sie:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u2713 Sie m\u00fcssen keine 10 Prozentpunkte Verbesserung mehr nachweisen \u2713 Bereits 5 Prozentpunkte oder sogar weniger k\u00f6nnen ausreichen \u2713 Ihr pers\u00f6nliches Empfinden ist rechtlich relevant und unverzichtbar \u2713 Moderne Funktionen sind kein Luxus, sondern k\u00f6nnen medizinisch notwendig sein \u2713 Sie haben Anspruch auf Teilhabe am technischen Fortschritt \u2713 Bei Ablehnung lohnt sich Widerspruch oder Klage<\/p>\n\n\n\n<p>Das Urteil macht Mut: Lassen Sie sich nicht mit einem H\u00f6rger\u00e4t abspeisen, mit dem Sie im Alltag nicht gut zurechtkommen!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn Sie mehr \u00fcber Ihre Rechte im Sozialrecht erfahren m\u00f6chten, empfehle ich Ihnen auch diese Beitr\u00e4ge auf meiner Website:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.ra-grotha.de\/wordpress\/sozialrecht\/ablauf-eines-sozialrechtlichen-verfahrens\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Das Verfahren im Sozialrecht<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.ra-grotha.de\/wordpress\/3673\/grad-der-behinderung-bei-schwerhoerigkeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Grad der Behinderung bei Schwerh\u00f6rigkeit: Rechtliche Unterst\u00fctzung f\u00fcr Ihre Anspr\u00fcche<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.ra-grotha.de\/wordpress\/3663\/erhoehung-grad-der-behinderung-tipps\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Erh\u00f6hung des Grades der Behinderung (GdB): Tipps f\u00fcr eine erfolgreiche Antragstellung<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.ra-grotha.de\/wordpress\/3660\/pflegegrad-erhoehen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pflegegrad erh\u00f6hen \u2013 Kompetente Unterst\u00fctzung vom Fachanwalt f\u00fcr Sozialrecht<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>F\u00fcr weiterf\u00fchrende Informationen zum Thema H\u00f6rminderung empfehle ich au\u00dferdem:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.schwerhoerigen-netz.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><u>Deutscher Schwerh\u00f6rigenbund e.V.<\/u><\/a> \u2013 Selbsthilfeorganisation mit vielen praktischen Tipps<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.verbraucherzentrale.de\/wissen\/gesundheit-pflege\/krankenversicherung\/hoergeraete-was-zahlt-die-krankenkasse-11470\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Verbraucherzentrale<\/a> \u2013 Informationen zur H\u00f6rger\u00e4teversorgung<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>H\u00e4ufig gestellte Fragen (FAQ)<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie viel Prozent H\u00f6rverbesserung brauche ich f\u00fcr ein besseres H\u00f6rger\u00e4t?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Es gibt keine Mindestgrenze mehr. Das Bundessozialgericht hat im Juni 2025 klargestellt, dass jeder messbare prozentuale H\u00f6rgewinn relevant ist \u2013 auch 5 Prozentpunkte oder weniger. Entscheidend ist die Kombination aus messbarer Verbesserung und Ihrem subjektiven Empfinden im Alltag.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Muss die Krankenkasse auch moderne Funktionen wie Bluetooth bezahlen?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ja, wenn diese Funktionen die Funktionalit\u00e4t im Alltag verbessern. Das BSG hat entschieden, dass innovative Komfortmerkmale nicht als &#8222;Luxus&#8220; abgelehnt werden d\u00fcrfen. Menschen mit H\u00f6rminderung haben Anspruch auf Teilhabe am technischen Fortschritt. Entscheidend ist, dass die Funktionen einen konkreten Bezug zur Verbesserung Ihres H\u00f6rens im Alltag haben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie dokumentiere ich mein pers\u00f6nliches H\u00f6rempfinden richtig?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Am besten nutzen Sie drei Instrumente: (1) den APHAB-Fragebogen, den Sie bei Ihrem Akustiker oder HNO-Arzt bekommen, (2) ein strukturiertes H\u00f6rtagebuch, in dem Sie \u00fcber mehrere Wochen dokumentieren, wie Sie in verschiedenen Alltagssituationen mit den getesteten Ger\u00e4ten zurechtkommen, und (3) ausf\u00fchrliche Schilderungen gegen\u00fcber Ihrem HNO-Arzt, die dieser schriftlich festh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was mache ich, wenn die Krankenkasse trotzdem ablehnt?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Legen Sie innerhalb eines Monats schriftlich Widerspruch ein. Begr\u00fcnden Sie diesen ausf\u00fchrlich und verweisen Sie auf das BSG-Urteil vom 12.06.2025 (Az. B 3 KR 13\/23 R). Holen Sie sich am besten anwaltliche Unterst\u00fctzung. Unter Umst\u00e4nden, k\u00f6nnen Sie das H\u00f6rger\u00e4t selbst beschaffen und auf Kostenerstattung klagen. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kann ich das teurere H\u00f6rger\u00e4t selbst kaufen und die Kosten zur\u00fcckfordern?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ja, das ist m\u00f6glich. Wenn die Krankenkasse Ihren Antrag zu Unrecht abgelehnt hat, k\u00f6nnen Sie das H\u00f6rger\u00e4t selbst beschaffen und haben Anspruch auf Kostenerstattung der Mehrkosten (\u00fcber den Festbetrag hinaus). Die Kl\u00e4gerin im entschiedenen Fall erhielt \u00fcber 4.000 Euro plus Zinsen erstattet. Wichtig: Dokumentieren Sie vorher ausf\u00fchrlich, warum Sie das teurere Ger\u00e4t ben\u00f6tigen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gilt das Urteil auch f\u00fcr Cochlea-Implantate?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ja, die im Urteil entwickelten Grunds\u00e4tze lassen sich wahrscheinlich auf andere H\u00f6rhilfen \u00fcbertragen, insbesondere auf \u00dcbertragungssysteme f\u00fcr Cochlea-Implantate. Wenn moderne digitale Systeme st\u00f6rungsfreier funktionieren und Ihnen mehr Autonomie im Alltag erm\u00f6glichen, muss die Krankenkasse dies ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie lange dauert es, bis ich mein H\u00f6rger\u00e4t bekomme?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Das h\u00e4ngt vom Verlauf des Verfahrens ab. Die Krankenkasse muss in der Regel innerhalb von drei Wochen entscheiden. Bei Ablehnung und Widerspruch k\u00f6nnen weitere 3-6 Monate vergehen. Ein Klageverfahren vor dem Sozialgericht dauert oft 6-18 Monate. Sie k\u00f6nnen aber jederzeit das Ger\u00e4t selbst beschaffen und sp\u00e4ter auf Kostenerstattung klagen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Jetzt aktiv werden: Ihr Weg zum besseren H\u00f6ren<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Sie sehen: Das aktuelle Urteil des Bundessozialgerichts er\u00f6ffnet Ihnen neue M\u00f6glichkeiten. Geben Sie sich nicht mit unzureichender Versorgung zufrieden.<\/p>\n\n\n\n<p>Werden Sie jetzt aktiv. Je fr\u00fcher Sie handeln, desto schneller k\u00f6nnen Sie besser <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Rechtlicher Hinweis und Haftungsausschluss<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Dieser Beitrag dient ausschlie\u00dflich der allgemeinen Information und stellt keine Rechts- oder Medizinberatung dar. Die Inhalte wurden mit gr\u00f6\u00dfter Sorgfalt erstellt, erheben aber keinen Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit, Richtigkeit oder Aktualit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Jeder Fall ist individuell verschieden. Die hier dargestellten Informationen k\u00f6nnen eine pers\u00f6nliche Beratung durch einen Fachanwalt f\u00fcr Sozialrecht oder einen Arzt nicht ersetzen. F\u00fcr Entscheidungen in konkreten F\u00e4llen sollten Sie stets fachkundigen Rat einholen.<\/p>\n\n\n\n<p>Stand: November 2025<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krankenkasse muss bessere H\u00f6rger\u00e4te zahlen \u2013 auch bei nur 5% Verbesserung Haben Sie schon einmal den Satz geh\u00f6rt: &#8222;Die 5 Prozent Verbesserung reichen nicht aus, das zahlt die Krankenkasse nicht&#8220;? Damit ist jetzt Schluss! 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